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Wedding/Oslo - Berlins älteste LG

Neuer Skandal erschüttert Wien ....

Nach einer langen Durststrecke, zahlreichen Abstimmungen innerhalb der Lehrgemeinschaft und einer nicht ganz unproblematischen Vorbereitung sollte es am Freitag, den 25.11.2011 endlich wieder losgehen. Als Reiseziel hatten wir die österreichische Hauptstadt Wien ausgesucht, und erstmals wurde der Transport per Flugzeug durchgeführt. Gegen 11:30 Uhr verabredeten wir uns zu einem ersten Umtrunk am Flughafen Tegel, da der Flieger um 12:45 Uhr abheben sollte. Von den zwölf Reisenden waren mit Ausnahme von Reza auch alle pünktlich angetreten, doch dies sollte einen Grund haben, wie sich aber erst am nächsten Tag herausstellte. Gestärkt vom Hopfenextrakt ertrug man den Flug mit Leichtigkeit, um pünktlich in Schwechat zu landen. Nachdem das Gepäck und die Fahrscheine für den Nahverkehr besorgt waren, begaben wir uns zunächst in die Pension Dr. Geissler, einer traditionsreichen Unterkunft nahe dem Stephansdom, um unsere sechs Zimmer oder auch Wohnungen zu beziehen. Nun muss man wissen, dass in unserem Nachbarland eine Pension nur einen Teil des Hauses, in dem sie sich befindet, beansprucht, und so fanden sich neben der Rezeption im achten Stockwerk unsere Räumlichkeiten in verschiedenen Stockwerken. Doch die Inhaber waren sehr gastfreundlich, die Zimmer oder Wohnungen für unsere Bedürfnisse ausreichend und das Frühstück, welches in der Zeit von 07:00 bis 10:00 Uhr eingenommen werden konnte, auch einer Pension angemessen. Nur der Fahrstuhl bereitete uns den ganzen Aufenthalt über Sorgen, denn dieser war zwar für drei Personen zugelassen, trug diese (jedenfalls bei unserer Gruppe) aber bei weitem nicht. Der anschließende Stadtrundgang führte uns bereits am ersten Tag an nahezu allen Sehenswürdigkeiten des Zentrums vorbei, kostete jedoch viel Kraft, so dass einige doch froh waren, gegen 19:00 Uhr wieder unsere Pension erreicht zu haben. Besonders Reza fieberte dem Eintreffen entgegen, da er noch die eigens mitgebrachten Plätzchen zwecks angemessener Übergabe vorbereiten wollte. Wahrscheinlich war dies auch der Grund für sein zu spätes Eintreffen am Treffpunkt heute morgen, mutmaßte die Gruppe. Auch beim anschließenden, allseits anerkannten, guten Abendessen im Lokal Zur Gruab´n fehlte er, war die Sorgfalt für die Plätzchen doch wichtiger. Da war er wieder, der Skandal, der uns jedes Jahr begleitet. Nach Suppen-, Senf- und Platzkarten- sowie dem Hutskandal hatten wir nun den Plätzchenskandal. Eingeweihte wissen, dass dies wohl zu allen unseren Fahrten einfach dazugehört. Nach einem Absacker in der Wohnung von Kalle ging es dann ins Bett.

Schließlich hatten wir uns um 10:00 Uhr verabredet, um nach Schönbrunn zu fahren. Frühstücken sollte jedenfalls jeder, wann ihm dies lieb war. Beeindruckt vom Weihnachtsmarkt und Schloss kehrten wir zur Mittagsruhe wieder in unsere Pension zurück. Nach Buchung eines Heurigen, dem Zwölfapostelkeller im Herzen des Zentrums, sollte es noch zur Hofburg und in die umliegenden Kaffeehäuser gehen. So teilten wir uns nach Erreichen der Hofburg in mehrere Gruppen auf, so dass gesichert war, dass jeder ein Stück Eigeninitiative entwickeln kann und auch genügend Plätze in diversen Kaffeehäusern zur Verfügung stehen. Denn es war nicht möglich, zwölf zusammenhängende Plätze in einem der stets voll gefüllten Etablissements zu bekommen. Gegen 19:00 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Heurigen, einem urigen Kellergewölbe, älter als die Hofburg, um bei traditioneller Musik und hochgeistigen Getränken gemeinsam zu speisen. Zugegeben glich dies eher einer Massenabfertigung und so waren auch nicht alle mit ihrem Essen vollauf zufrieden, aber das muss man einfach mal mitgemacht haben! Wieder endete der Abend in Kalles Wohnung mit dem üblichen Absacker.

Für den Sonntag hatten wir beschlossen, uns um 10:30 Uhr in Kalles Wohnung, die uns freundlicher Weise noch bis 16:45 Uhr zur Verfügung gestellt wurde, zur Unterbringung unseres Gepäcks zu treffen. Unser Flug nach Berlin war für 18:55 Uhr terminiert und schließlich gab es noch viel zu sehen. So machten wir uns auf den Weg zum Prater und dessen Riesenrad wie dem Rummel allgemein. Einige nutzten auch dort diverse Angebote, bevor wir einen weiteren Fußweg zum Kunsthaus Wien und anschließend zum Hundertwasserhaus unternahmen, um endlich eine weitere Rast im Kaffeehaus einzulegen. Bis um 16:45 Uhr hatten wir nun allen freigestellt, noch einmal die Einkaufsmöglichkeiten zu testen oder das Schloss Belvedere aufzusuchen. Zum vereinbarten Treffpunkt in der Pension waren alle Mitfahrer pünktlich und so traten wir den Weg zum Flughafen an. Ein höchst turbulenter Rückflug und eine halbstündige Verspätung können aber nicht den Eindruck einer wieder einmal gelungenen Reise unserer Lehrgemeinschaft trüben.

Die Mitfahrer waren diesmal Kalle und Frau, Josef und Frau, Gökhi und Yasar, Metin, Ali und Reza und Andreas sowie Alexi und Oli.