Osloweb

Wedding/Oslo - Berlins älteste LG

So schlecht war se nich ....

Leider hatten sich für dieses Jahr, vielleicht auch wegen unseres nicht jedem geläufigen Reiseziels, nur 14 Personen angemeldet, von denen Gökhan wegen des Opferfestes und Feridun aus noch nicht geklärten Gründen zudem nicht einmal teilnahmen. Zu zwölft traten wir also die Fahrt ab dem Ostbahnhof sowie weiteren Berliner Bahnhöfen an, um nach unterhaltsamen knapp drei Stunden unseren "Kurort" Wernigerode erreicht zu haben. Erstaunlich doch, wie wenig hochgeistige Getränke während der Hinfahrt zum Einsatz kamen. Doch dies sollte sich bald ändern. Nachdem wir unser Hotel "Zur Tanne" belegt und das Gepäck abgestellt hatten, ging es auf Erkundung des Stadtkerns. Erster Höhepunkt war die Führung durch die HSB-Bahnwerkstatt, die in netter und freundlicher Atmosphäre nach ca. 40 Minuten auf Grund des hohen Unterhaltungswertes abgebrochen wurde. "So schlecht war se nich" lautete zwar der allgemeine Tenor zur Führung, aber der Durst nach Glühwein und Bier sowie Appetit nach Herzhaftem waren stärker als der Wissensdurst. Su suchten wir nun zwei Weihnachtsmärkte und zwei Lokale auf, um unsere Bedürfnisse zu stillen. Abschluss bildete dann im Hotel der altbekannte "Absacker" zu späterer Stunde. Man muss eindeutig sagen, dass das von Karl ausgesuchte Hotel samt Frühstück dessen Leistung bei der Reiseorganisation von Jahr zu Jahr mehr Bewunderung verdienen lässt, steigern sich die Hotels doch stabil von Reise zu Reise in jedem Jahr. Am nächsten Tag ging es mit der Harzer Schmalspurbahn hinauf zum Brocken. Knapp zwei Stunden Fahrt pro Tour durch den Wald waren zwar sehr interessant, doch oben angekommen, zog es die meisten sofort wieder hinunter, konnte man doch nichts vom Brocken bei Glätte, Eis und Schneesturm erkennen. Dass Karl noch auf der Hintour kurz vor Ankunft seinen geliebten Hut verlor, setzte dem Ganzen die Krone auf. Vier verbliebene speisten bei "fairen Preisen" beim Brockenwirt und kamen wieder zum Schluss, dass auch der Brocken "so schlecht nich war"! Während die Einen dann in Wernigerode speisten (außer dem Ehepaar Lubjuhn, das schlichtweg vergessen wurde), legten sich die Anderen zum Teil im Hotel hin, um der Sportschau zu frönen. Ein gemeinsamer Abend mit bestelltem Buffet und Würfelspiel rundete den Tag erfreulich ab. Am Sonntag ging es mit der Bimmelbahn hoch zum Schloss. Nach dem obligatorischen Glühwein wurde rasch noch eine Führung organisiert. Die Rückfahrt durch das Stadtinnere erfolgte sogleich und ließ noch Zeit, um einen letzten Imbiss oder halt Glühwein zu stemmen. Leider mussten wir dann schon wieder zum Bahnhof, um letzte Besorgungen zu tätigen. Kurz vor 17:00 Uhr erreichten wir dann sichtlich geschafft wieder Berlin und freuen uns bereits jetzt auf das nächste Jahr, in welchem es ruhig wieder etwas weiter weg gehen kann.